Hightech: Schüler röntgen am Rögy

von Sabine Naber

Hörbar stolz vernahm sich der Schulleiter, verfügen seine Pennäler doch ab sofort über echtes Hightech. "Wir sind jetzt in der Lage, auf sehr hohem Niveau Physik zu betreiben und unsere Schüler intensiv mit Röntgenstrahlen experimentieren zu lassen", erklärte Matthias Lippert am Samstag im neuen Schülerforschungszentrum seines Röntgen-Gymnasiums.

Die Ria-Fresen- und die Marianne und Emil Lux-Stiftung hatten die teure Anschaffung möglich gemacht.

 In einer kleinen Feierstunde übergab Ulrich Gräfe vom Vorstand der Ria-Fresen-Stiftung das hochmoderne Röntgengerät. Dazu hatte die Marianne und Emil Lux-Stiftung für zehn Geräte gesorgt, mit denen die Radioaktivität gemessen werden kann.

 "Diese Messgeräte sind ganz modern und werden erst in vier Wochen auf den Markt kommen", betonte Wolfgang Dick, Physiklehrer am Rögy. Qualität und Nachhaltigkeit nannte er als wichtigstes Ziel der Arbeit im Labor, das Schülerinnen und Schülern aller Schulformen zur Verfügung steht.

Aktuell besuchen 40 Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule die Kurse im Forschungszentrum. "Zusätzlich zu ihrem regulären Unterricht", wie Dick betont und nennt als Kooperationspartner die Firma Vaillant. "Denn von dort hören wir immer, dass Auszubildende gebraucht werden, die an Naturwissenschaften interessiert sind."

Im Sommersemester werden die ersten Facharbeiten zu den Schwerpunkten zerstörungsfreie Materialuntersuchung erstellt. Im Wintersemester wird - einmalig in Deutschland - ein Projektkurs "Medizinphysik" in Zusammenarbeit mit zwei Universitäten im Rögy angeboten.

 Mit der Übergabe der technischen Geräte startete das Rögy am Samstag auch in sein "Max von Laue-Jahr". Vor 100 Jahren veröffentlichte von Laue seine Ergebnisse zur Röntgenstrahlinterferenz, für die er zwei Jahre später den Nobelpreis für Physik erhielt. Vor 60 Jahren verlieh ihm die Stadt Remscheid zudem die Röntgen-Plakette. Und weil immer eine zweite Plakette in Remscheid bleibt, konnte Wolfgang Dick auch die Originalplakette zeigen.

 Wie sehr das Forschungszentrum die Arbeit im Bereich Physik beflügelt, macht eine Zahl deutlich: "Zur Zeit sind bei uns 50 Oberstufenschülerinnen und -schüler im Leistungskurs Physik", erklärte Wolfgang Dick. "Auch für junge, engagierte Physiklehrer ist das ein Anreiz, an unserer Schule zu unterrichten."

Quelle: RGA-Online vom 23.1.2012 / von Sabine Naber

Foto: Die Schüler und Schülerinnen des Röntgen-Gymnasiums freuen sich mit ihren Lehrern auf spannende Experimente im "Max von Laue-Jahr".
© Foto: R. Keusch