Kaffeebäuerin Magda Reza wirbt für Fair-Trade-Handel

Es ist das erste Mal, dass Magda Reza eine so lange Reise unternommen hat. Aus Peru ist die Kaffeebäuerin gekommen, gestern war sie zu Gast im Röntgen-Gymnasium. Dort erzählte sie den Zwölft- und Fünftklässlern von der dramatischen Klimaveränderung in ihrem Land, der Hitze und dem Regen, der die Ernte in diesem Jahr verdorben hat, dem Fair-Trade-Siegel und dem Kaffeeanbau. Und die Schülerinnen und Schüler hörten mucksmäuschenstill zu.

Eingeladen hatte Magda Reza die "TransFair e.V", auch Fairtrade Deutschland genannt. Und gekommen war sie, um das Konzept des fairen Handels, mit dem die Lebensbedingungen der Menschen verbessert werden sollen, vorzustellen und dafür zu werben.

Spanisch-Schüler wollen wissen, was den Kaffee so besonders macht

Auf einer Höhe von 1200 bis 1800 Meter über dem Meeresspiegel wird der Kaffee in dem kleinen Dorf, aus dem sie stammt, angebaut. Was denn diesen Kaffee so besonders mache, wollte ein Schüler wissen. Madga Reza nannte die Lage, die Temperatur und die Feuchtigkeit, die den Arabica so gut gedeihen ließe.

Allerdings nicht in diesem Jahr, das den Kaffeebauern eine Krise beschert habe. "Weil für den Umweltschutz in Peru nicht genug getan wird. Die uralten Bäume werden für die Holzindustrie gefällt und die Regierung schaut zu. Das schädigt die Landwirtschaft." Vom "grünen" Deutschland zeigte sich Madga Reza beeindruckt.

Drei bis vier Jahre dauere es von der Aussaat bis zur Ernte der Kaffeebohnen. Aufgrund der Höhe könne man dort nichts anderes anbauen, so dass der Kaffee die wichtigste Einnahmequelle darstelle. In Peru versuche sie, im Gespräch mit den Bauern Umweltbewusstsein zu schärfen. Und sie habe während ihrer Reise erfahren, dass die Deutschen große Kaffeetrinker seien.

(Quelle: RGA-Online vom 21.09.2013 / von Sabine Naber)