Technik-Ausstattung

Das letzte Mal habe ich im April 2013 über den Technik-Ausbau der Schule berichtet. Nun ist dieser Artikel schon in die Jahre gekommen und es ist Zeit, über die Neuerungen zu berichten.

Netzwerk und Internet

Nach einigem Hin- und Her konnte die Verkabelung im Altbau seit Schuljahresbeginn auch mit passenden Verteilergeräten vollständig realisiert werden. Besser als mit jeder WLAN-Verbindung funktioniert damit die Anbindung der festinstallierten Rechner problemlos und störungsfrei. Der Notebookwagen, den wir im Altbau auf der 1. Etage stehen haben, kann mit Hilfe des eingebauten Access-Point nun in jedem Raum verwendet werden.

Leider haben wir im Moment nur eine Internetanbindung von ca. 12Mbit, mit der Stadt Remscheid laufen bereits Gespräche, das wir eine VDSL-Anbindung bekommen, wie immer sind hier jedoch viele Abteilungen beteiligt, die Kostenfrage ist noch nicht geklärt, so dass die Geschwindigkeitsverbesserung noch ein wenig auf sich warten lässt. Bis dahin wird es leider immer wieder Klagen geben, dass mehrere Klassen, die gleichzeitig die Internetverbindung nutzen wollen, dies mit etwas mehr Geduld tun müssen. Doch letztendlich freue ich mich über die Klagen, so heißt es doch, dass die Möglichkeiten der pädagogischen Einbindung des Internets in den Unterricht auch tatsächlich und überaus häufig verwendet werden.

Lernplattformen

Lange Zeit haben wir die Lernplattform NRWir verwendet. Trotz vielfältiger Anstrengungen im Kollegium gelang es jedoch nicht wirklich, diese Lernplattform im zufriedenstellenden Maße in den Unterricht zu integrieren. Häufig lag es an einer zu aufwendigen Bedienung und einem fehlenden Mehrwert, eine Einbindung der Lernplattform nur ihrerselbst Willen fanden wir nicht sinnvoll.

So passte es uns recht gut, dass mit dem Ende des Schuljahres 2014/2015 diese Lernplattform aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mehr vom unserem regionalen Dienstleister angeboten werden konnte.

Eine rechtlich saubere Alternative ist mit der Plattform LOGINEO bereits in Planung, wir werden ab dem kommenden Schuljahr in einzelnen Gebieten eine Einbindung in unseren Arbeitsablauf austesten und dies bei Erfolg ausweiten.

Viele Kolleginnen und Kollegen verwenden gerade in der Sekundarstufe II die Dropbox als Datenaustausch-Möglichkeit, aus datenschutzrechtlichen Gründen kann dies jedoch nur in eingeschränktem Maße geschehen, eine professionelle und schulweite Einbindung ist außerdem aus Kostengründen nicht möglich.

Computerausstattung

Wesentlich weniger wichtig als das reine Vorhandensein einer technischen Ausstattung ist die praktische Anwendung im Unterricht. Ich freue mich daher, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen die drei Notebookwagen und unseren Computerraum aktiv und intensiv in ihren Unterricht mit einbeziehen. Den häufige Wunsch der Lehrkräfte, in einem Raum mit einer interaktiven Tafel unterrichten zu wollen, kann ich als Stundenplaner mittlerweile schon häufiger nicht mehr erfüllen.

Die Anzahl an technischer Nachfragen ist zudem rückläufig, sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Schüler gehen immer selbstverständlicher mit den vorhandenen Geräten um. Die ein oder anderen Defekte geschehen zwar immer noch, aufgrund der klammen Haushaltslage der Stadt Remscheid freue ich mich jedoch, dass diese Defekte nur wenige sind und ich sie meist mit noch vorhandenen Ersatzteilen selbst beheben kann.

Nicht immer ist modern auch besser – Interaktive Tafeln

Der naturwissenschaftliche Zweig der Schule ist schon länger vollständig mit Beamern und interaktiven Tafeln ausgestattet. Nachdem die Haushaltssperre der Stadt Remscheid etwas gelockert werden konnte, durften die bereits im Jahr 2015 besprochenen interaktiven Tafeln endlich bestellt werden. Die Montage in den Sommerferien ist bereits vorbereitet. Wenn diese Tafeln montiert sind, haben wir in stolzen 22 Räumen interaktive Tafeln montiert.

Bis auf wenige Ausnahmen sind alle 22 Räume nicht nur mit den elektronischen interaktiven Tafeln ausgestattet, sondern haben auf der jeweils anderen Raumseite noch die konventionelle „grüne Tafel“ befestigt. In einigen Räumen haben wir zusätzlich noch Dokumentenkameras im Einsatz, mit deren Hilfe Schülerlösungen oder Bilder aus Büchern schnell und einfach projiziert werden können.

Unsere Lehrkräfte können damit in jeder Situation das optimale Werkzeug für ihre persönliche Unterrichtsgestaltung auswählen.

Falls es dann doch einmal dazu kommt, dass nicht in einem Raum mit interaktiver Tafel unterrichtet werden kann, so haben wir noch zwei Medienkoffer im Einsatz. Die nicht ganz leichten, dafür aber sehr stabilen Systeme sind mit einem Beamer, Lautsprecherboxen und Notebook ausgestattet. Der Stromanschluss erfolgt sehr schnell mit einem einzelnen Kabel und im Alt- und Neubau kann das Notebook direkt per Kabel ans Internet angebunden werden.

WebUntis – Nicht nur der Stundenplan ist online

Unser Vertretungs- und Stundenplan ist mehr als ein Schuljahr lang online! Zwar gab es zwischendurch immer mal wieder kleine technische Hürden, mit dem Ablauf dieses Schuljahres können wir jedoch sagen, dass wir es nicht nur ein wenig ausprobiert, sondern den Online-Plan sehr gut in unseren Tagesablauf integriert haben.

Die beiden Monitore (einer im Altbau, einer in der Mensa) werden direkt aus dem Internet versorgt, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und natürlich auch die Eltern können per App (mittlerweile für Android, iOS und Windows) tagesaktuelle Vertretungsnachrichten abrufen.

Neben der Vertretungsplanung, die aus unserem Verwaltungsbereich gesteuert wird, kann das Lehrerkollegium die Raumplanung selbst in die Hand nehmen. D.h. konkret, dass Lehrkräfte die Räume im System selbstständig wechseln können und diese vollautomatisch für alle Schülerinnen und Schüler auf den Monitoren und per App angezeigt werden. Wir können schnell suchen, ob noch ein Raum mit ActivBoard frei ist oder welche Lehrkraft gerade in welchem Raum welche Klasse unterrichtet. Neben der Buchung von Räumlichkeiten kann das Lehrerkollegium ebenfalls die Benutzung der beiden Medienkoffer buchen. Da alles über das einheitliche Buchungssystem läuft, kommen Doppelbuchungen systembedingt nicht vor und die Verfügbarkeit der Systeme ist auch von zu Hause während der Unterrichtsvorbereitung zu prüfen.

Bereits getestet wird die Anzeige von Klassenarbeitsterminen, so dass Eltern schnell im Blick haben, wann ihre Kinder die nächste Arbeit schreiben werden. Hierbei haben wir die internen Informationsflüsse noch nicht so ganz im Griff, wir gehen jedoch davon aus, dass wir im nächsten Schuljahr unsere selbst gesetzte Beta-Phase abschließen können.

Wie sieht die Weiterentwicklung aus?

Über den aktuellen Stand sind wir erst einmal sehr stolz, denn allein diesen zu erreichen, hat bereits viel Energie gekostet. Wir wollen nun auch keine großen Sprünge machen, sondern lieber an kleineren Details optimieren, so dass der Umgang mit den technischen Möglichkeiten zu einer noch größeren Selbstverständlichkeit wird. Dazu zählt z.B.

  • Wartung und Austausch Defekter Geräte. Insbesondere bei der schwierigen Haushaltslage der Stadt Remscheid ist dies kein so leichtes Thema.
  • Verbesserung des Internet-Anschlusses für eine höhere Geschwindigkeit.
  • Ausweitung der Netzwerkkabel auf die Landwirtschaftsschule und die beiden Pavillions.

Weiterhin für Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit ist

Matthias Heming