Q1 Kunst Exkursion ins Max-Ernst-Museum in Brühl

 

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Am 10. September reisten die Kunstkurse der Q1 nach Brühl in das Max Ernst Museum. Vor Ort wurden sie durch die 500 Quadratmeter große Ausstellung geführt. Sie betrachteten viele Kunstwerke des bekannten Dadaisten und Surrealisten Max Ernst. Die Kunstkurse konnten sich über die Kunstwerke in seine Zeit hineinversetzen und viele Gedanken, die Max Ernst vermitteln wollte, aufnehmen.

Wie oben genannt, machten die Kunstkurse einen Ausflug nach Brühl in das Max Ernst Museum. Der folgende Bericht beschreibt die Eindrücke zu den Kunstwerken und die Vielfältigkeit von Max Ernsts Werk. Am Anfang starteten wir mit einer plastischen Arbeit, welche ein abgeändertes Spinnrad zeigte. Darstellen sollte es die Familie und ein Kind im beweglichen Bauch der Mutter. Es war anfangs schwer, die Werke zu interpretieren und sich Gedanken zu machen, was der Künstler mit diesen aussagen will. Wir alle hatten verschiedene Gedanken und Ansichten.
Ein Bestandteil seiner Werke ist allerdings auch, dass jeder sich sein eigenes Bild machen soll. Viele seiner Kunstwerke lassen einen Spielraum für freie Interpretation und man konnte verschiedene Theorien zu der Aussage des Kunstwerks aufstellen und diese begründen. 

Ein weiteres Stück von Max Ernst, welches wir betrachteten, war "The King playing with the Queen”. Es zeigt ein Schachbrett mit außergewöhnlichen Schachfiguren und einem viel größeren König, welche die Figur der Königin in der Hand hält. Sein Kopf sieht dabei aus wie ein Kopf eines Minotauros. Bei diesem Kunstwerk konnten wir als Schüler schon mehr interpretieren: Der König spielt mit seiner Frau und hinter seinem Rücken hält er ein Techtelmechtel mit einem Bauer, welcher – wie beim Schachspiel möglich – zur Königin werden kann, versteckt. Wir wurden gefragt, was die Beweggründe sind und welche Rolle der König in der Gesellschaft spielt. Es konnten viel Thesen aufgestellt und mit der Gesellschaft der damaligen Zeit verbunden werden. Der König hat eine übergeordnete Rolle und versteckt seine Geliebte vor dem Volk und seiner Königin, um kein Ärgernis zu erregen. Es war sehr interessant, auf welche Weise Schachfiguren interpretiert werden können. Die beiden Kunstwerke waren neben vielen anderen nur ein Beispiel, um die Vielfalt von Max Ernst darzustellen.

Im Allgemeinen bekamen wir durch den Museumsbesuch noch einmal eine andere Sicht auf die Dinge und den Gedankenanstoß, Dinge auch aus einer anderen Perspektive zu sehen und noch einmal genauer hinzugucken. Auch bei den Materialien, welche Max Ernst nutzte, wie zum Beispiel Milchflaschen oder Schuhsohlen, bekamen wir nochmal einen  Eindruck davon, was alles künstlerisch möglich ist und was man alles gar nicht auf den ersten Blick erkennt.

Text: Eva Bierwirth