Schülerinnen lernen in der Sommerakademie

Lenneper Röntgen-Gymnasium räumt beim Wettbewerb zum 500. Reformations-Jubiläum des Kirchenkreises ab.

Weil gleich drei Schülergruppen des Röntgen-Gymnasiums einen Preis gewonnen hatten bei dem Wettbewerb „Wer’s glaubt, wird selig“ des Evangelischen Kirchenkreises Lennep zum 500. Jubiläum der Reformation, nahmen Schulleiter Matthias Lippert und Religionslehrerin Annette Busch das zum Anlass, sie in hohen Tönen zu loben dafür, sich intensiv, selbständig und kreativ mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.

Lorena Heilmann und Jonas Labenz zum Beispiel im Kunstunterricht in Form einer Luther-Skulptur (300 Euro), die gerade die Thesen an die Kirchentür nagelt. Auf Drahtgestell formten sie Gips und nähte Lorena eine Mönchskutte. Der Kopf blieb gipsfrei – der Transparenz wegen. Lisa Benecke, Shirin Nazarova und Jette Schewe nahmen den Playmobil-Luther zum Vorbild, den sie aus Pappmaché mit Stabilisatoren bauten und ebenfalls einkleideten (100 Euro).

Sommerakademie

„Wer‘s-glaubt-wird-selig“-Preisträger des Rögys. Religionslehrerin Annette Busch (l.) und Schulleiter Matthias Lippert (r.) – in der Mitte knieend Lisa Benecke (l.) und Jette Schewe mit ihrem preisgekrönten Luther-Modell. Foto © Michael Schütz

 

Begabte Schülerinnen saugen Wissen gerne und begierig auf

So viel Preisgeld ging auch an Keosar Alina, Nikoletta Bese, David Brücher, Matteo Carnielo, Marcel Gorselink, Tom Grob, Luca Jungke, Melissa Kazimir, Marcel Leonhardt, Lennart Link, Cedric Schmidt und Marlene Stenzel für ihren Luther-Film. Der zeigt Szenen aus der Basis der Frage „Was wäre, wenn Luther heute leben würde?“ „Was mit dem Geld passiert, besprechen wir noch“, deutete Leonhardt an. Annette Busch freute sich über hohes außerschulisches Engagement.

Dasselbe trifft auch auf zwei Schülerinnen zu, die Lippert, sein Vize Thomas Benkert und Friedhelm Krämer von der Marianne-und-Emil-Lux-Stiftung vorstellten: Sabrina Kalbitz (17) vom Rögy und Mara Terliesner (16) vom Leibniz-Gymnasium. Sie waren mit Unterstützung der Stiftung – im Sinne von Bildung und Begabung, also auch Begabtenförderung – je zwei Wochen in Sommerkursen der Deutschen Schüler-Akademie: Terliesner in der Christophorus-Begabtenschule Braunschweig zum Thema Quantenfeld-Theorie – Synthese der Speziellen Relativitäts- und der Quantentheorie; Kalbitz in Österreich, wo sie aus dem breiten Angebot das Thema „Der Körper – biomedizinische und molekularbiologische Dimensionen“ gewählt hatte.

Beide waren sich bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, von der Akademie angenommen zu werden; beide haben es als wertvoll empfunden, dass man nicht eine von wenigen ist, die sich fürs Thema interessiert, sondern im Kreise Gleichgesinnter Lern- und Freizeit miteinander verbringt. Beide schilderten intensive persönliche Beziehungen und eine gute Lernatmosphäre. Mara: „Man hat sich nicht blöd gefühlt, wenn man einen Fehler gemacht hat.“

Sie fand den Kurs spannend, obwohl sie den Leistungskurs Physik zugunsten der Mathematik abgewählt hat. Es sei das Thema gewesen, das sie so interessiert habe. Beide haben als Berufsziel Medizinerin. Die Lehrer nehmen wahr, dass beider Selbstbewusstsein im Umgang mit Naturwissenschaften gestiegen ist.

Schuelerakademie

 Waren bei Sommerkursen der Deutschen Schülerakademie: Sabrina Kalbitz (links) und Mara Terliesner. Foto: © Michael Schütz

Quelle: rga-online vom 22.09.2017 / von Thomas Wintgen
Fotos: © Michael Schütz