Streitschlichtung in der Erprobungsstufe

(Geschrieben von Emelie, Lilith und Katharina aus der 6c)

„Hallo, wir sind die Streitschlichter:innen des RöGys!

Wir schlichten Streitfälle der 5. und 6. Klasse und sind für euch da, damit ihr zu uns kommen könnt, falls ihr einen Streit habt. Im Laufe unserer Schlichtung ist es besonders wichtig, dass ihr euch gegenseitig zuhört, euch nicht beleidigt und euch ausreden lasst.

Während der Schlichtung sind wir „allparteilich“, das heißt, wir ergreifen immer für beide Seiten Partei. Außerdem ist das Schlichtungsgespräch streng vertraulich; Der Inhalt eures Streits sowie eure Vereinbarungen werden niemandem weitererzählt. Am Ende der Schlichtung führen wir ein Schlichtungsprotokoll, das später wie ein Schlichtungsvertrag genutzt wird. Denn zwei Wochen nach der Schlichtung wird es immer ein Nachtreffen geben, damit wir sichergehen können, dass der Streit endgültig geklärt ist.

Wir schlichten immer montags und donnerstags in den großen Pausen im Direktorenhaus. Demnächst erkennt ihr uns auch auf dem Schulhof an unseren grün-gelben Streitschlichtungspullis. Wenn ihr also einen Streit habt, kommt gerne zu uns. Wir versuchen, euch möglichst gut dabei zu helfen, euren Streit zu lösen.

Liebe Grüße
Die RöGy-Streitschlichter:innen

P.S. Unsere Streitschlichtungs-AG findet immer montags in der Mittagspause bei Frau Fatnassi und Herrn Damm statt. Dort lernen wir die Grundzüge des „Bensberger Mediationsmodells“ kennen. Habt ihr Interesse, Streitschlichter:in zu werden? Dann schaut gerne mal für eine Probestunde in der AG vorbei, wir freuen uns immer über Unterstützung in unserem Schlichtungs-Team!

Ihr wollt wissen, warum wir Streitschlichter:innen geworden sind?

„Weil ich gegen Konflikte bin. Ich möchte, dass niemand auf unserer Schule Streit hat.“ (Emelie 6c)
„Ich war schon in der Grundschule Streitschlichterin. Außerdem helfe ich gerne anderen Leuten.“ (Eliana, 5c)
„Ich möchte, dass es möglichst wenig Streit hier auf der Schule gibt.“ (Leon, 6c)
„Weil ich schon in der Grundschule Streitschlichterin war und es mir sehr viel Spaß gemacht hat.“ (Johanna 5c)
„Weil ich gerne Leuten helfe und es mir Spaß macht.“ (Katharina 6c)
„Weil ich gerne Menschen helfe und möchte, dass sich jeder wohlfühlt. (Lilith, 6c)
„Weil es mir Spaß macht und ich anderen Leuten helfen möchte.“ (Jonathan, 6c)

 

Ihr wollt wissen, warum die Streitschlichtung in der Erprobungsstufe so wichtig ist?

Corinna Thünchen, (Erprobungsstufenkoordinatorin): „In der Erprobungsstufe geht es nicht nur ums Lernen, sondern auch darum, gut miteinander auszukommen. Durch die frühzeitige Beteiligung der Schüler:innen an der Streitschlichtung lernen sie, Konflikte einfühlsam und respektvoll zu lösen, was für ihre persönliche Entwicklung von großer Bedeutung ist. Empathie wird auf diese Weise gefördert und die Schüler:innen können so die Gefühle und Sichtweisen anderer besser nachvollziehen. Wenn wir uns vorstellen können, wie es ist, in der Haut unserer Mitschüler:innen zu stecken, wird es einfacher, uns zu vertragen. Das ist wichtig, denn wenn wir uns respektieren und verstehen, können wir gemeinsam besser lernen und wachsen. Streitschlichtung hilft dabei, Probleme in Chancen für gute Gespräche zu verwandeln und einander besser zu verstehen.“

 

Ihr wollt wissen, nach welchem Modell wir ausgebildet werden?

Christoph Damm und Samira Fatnassi (AG-Leiter:in):  „Unsere AG-Einheiten gestalten wir auf der Grundlage des Bensberger Mediations-Modells, um eine neue Streitkultur am Röntgen-Gymnasium zu etablieren. Dieses Model steht unter der großen Überschrift ‚Anders streiten lernen.‘ Im Zuge unserer Fortbildung in Bensberg, haben wir es uns daher zur Aufgabe gemacht, genau diese Überschrift an unsere Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. Unser Ziel ist es, unseren Streischlichter:innen sowie den Streitenden eine konstruktive Konfliktkultur näher zu bringen, indem sie mediative Konfliktlösekompetenzen erwerben. Dabei basieren unsere Schlichtungen auf Werten wie Empathie, Eigenverantwortlichkeit und Gewaltlosigkeit. Das Zulassen von Unterschieden und Anderssein steht hierbei an erster Stelle, sodass wir mit unserer Arbeit einen Beitrag zur Gewaltprävention und -Intervention am Röntgen-Gymnasium leisten möchten.“