Der neue Mann in der Führungsetage

Nach der Pensionierung des langjährigen stellvertretenden Schulleiters Heinz Dörpinghaus hat das Röntgen-Gymnasium in Lennep seit Anfang des Schuljahres einen neuen Mann in der Führungsetage. Thomas Benkert ist seit Sommer 2016  mit dabei.

Geboren und aufgewachsen ist Thomas Benkert in Suhl (Thüringen) in der ehemaligen DDR. Dort ging er auch zur Schule und war, nach eigenen Angaben, „ein Streber mit allen Vor- und Nachteilen“. Besonders gerne besuchte er den Mathe- und Sportunterricht. „Mathe, weil es einfach cool ist, und Sport, weil ich früher mal Leichtathletik-Leistungssportler war“, erzählt er. Gar nicht mochte er den Russischunterricht, den die Schüler in der ehemaligen DDR hatten.

Plan B wäre ein Architektur-Studium gewesen

Schon damals war es sein Traumjob Lehrer zu werden. „In der 8. Klasse beschloss ich es und seitdem habe ich alles dafür getan, dass es klappt.“ Genau diesen Weg würde er heute wieder einschlagen. Es gab auch immer noch einen „Plan B“, wenn es mit dem Lehrerjob nicht geklappt hätte. Dann wäre er gerne Architekt geworden.

Nach seiner Schulzeit studierte Thomas Benkert zuerst in Erfurt, nachher in Jena Diplomlehrer. „Um das Studium zu finanzieren, musste man in der DDR nicht nebenbei arbeiten. Es gab dort Stipendien von rund 200 Mark, mit denen man zu der Zeit gut über die Runden kam“, erklärte er mir.

Vor etwa 20 Jahren kam er dann nach Lennep, heute wohnt er in Radevormwald und hat sich hier „sehr gut eingelebt“. „Wenn man mich vor 20 Jahren gefragt hätte, dann hätten wir zurück nach Suhl gehen wollen, doch heute haben wir unsere Heimat hier gefunden“. Mit „wir“ meint er seine Frau, seine beiden Kinder und sich selbst. Das Röntgen-Gymnasium kennt er bereits seit 15 Jahren, seine Tochter wurde damals hier eingeschult.

Das erste Mal auf die Stelle des stellvertretenden Schulleiters wurde er aufmerksam, als vor fünf Jahren bereits über eine vorzeitige Pensionierung von Heinz Dörpinghaus spekuliert wurde. Damals stellte Benkert sich hier vor, „damit die wissen, dass es mich gibt“. Ein paar Jahre später war es dann soweit, er verließ die Gesamtschule Gummersbach, um seinen neuen Posten als Konrektor anzugehen, einen Job, den er sich zum Ziel gesetzt hatte.

Zum Einstand gab´s Gegrilltes für die Kollegen

Seit Dienstag, 23. August 2016 – einen Tag vor Ende der Sommerferien – ist er nun offiziell im Amt und gab seinen Einstand im Kollegium bei einem gemeinsamen Grillen. Am ersten Schultag ist er dann aber doch sehr nervös gewesen, „da man ja immer einen guten Eindruck machen möchte“. In seiner kurzen Zeit hat er sich schon sehr gut eingelebt und fühlte sich von Anfang an wohl.

Thomas Benkert ist ein sehr ehrgeiziger, offener und neugieriger Mensch, doch manchmal findet er sich zu akkurat und genau. Sicher nicht immer einfach, aber diesen Anspruch stellt er auch an sich selbst. In seiner Freizeit spielt er Badminton, Gesellschaftsspiele und verbringt viel Zeit mit seiner Familie.

Zu seinen Aufgaben als stellvertretender Schulleiter im Röntgen-Gymnasium gehört die Organisation wie Stundenpläne, Sicherheit und Brandschutz, die Kontrolle der chemischen Stoffe in den Fachräumen usw.

Außerdem wird er in Zukunft Mitkoordinator der großen Rögy-Baustelle sein. Der Turnhallenbau steht zwar gerade still, doch im Hintergrund geht es weiter, „man redet, es stockt nur äußerlich, es wird über die Probleme gesprochen, es werden Pläne gemacht, ich bin optimistisch“.

In Zukunft möchte er die Schule weiter modernisieren, so dass gutes, digitales vernetztes Lernen am Röntgen-Gymnasium möglich ist, auch wenn das schon zum Teil erfolgt ist, gibt es dennoch noch einige Baustellen. Das bereits gute Image der Schule soll weiter ausgebaut werden, Schüler sollen sich wohlfühlen und in einer freundlichen und zeitgemäßen Atmosphäre gerne lernen.

Beruflich ist Thomas Benkert angekommen, jetzt will er diesen Posten „mit Leben füllen und einen ordentlichen Job auf dem Röntgen-Gymnasium machen“.

Quelle: RGA-Online vom 01.12.2016 / Von Daniel Pilz, 9b, Röntgen-Gymnasium