Zeitzeugengespräch mit dem Projektkurs „Verfolgungsgeschichte(n) in unserer Region“

Am Freitag, den 11. November sind wir mit unserem Projektkurs „Verfolgungsgeschichte(n) in unserer Region“ (geleitet von Frau Pirags und Herrn Gropper) nach Wuppertal in die Begegnungs­stätte Alte Synagoge gefahren, um dort ein Gespräch mit dem Wuppertaler Zeitzeugen Herbert Cohnen führen zu dürfen.

Herbert Cohnen ist ein Jude, der den Holocaust überlebt hat. Er hat uns die Möglichkeit gegeben, einen besseren Einblick in diese grausame Zeit zubekommen und anders als bei Büchern oder Dokumentarfilmen, konnten wir ihm viele Fragen stellen und durch die Erzählungen seine Erlebnisse nachempfinden.

Als Sohn einer Protestantin und eines Juden war Herbert Cohnen ein Kind einer so genannten „gemischten“ Ehe. Laut den „Nürnberger Gesetzen“ von 1935 war er ein „Mischling“, und auch für ihn galten die zahlreichen Vorschriften, die nach 1933 gegen Juden erlassen wurden. Herr Cohnen hat uns geschildert, wie er immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben verdrängt wurde und wie sehr seine gesamte Familie darunter gelitten hat. Seine Schilderung hat sich angehört wie ein grausamer Roman. Doch uns ist allen schmerzlich bewusst geworden, dass das, was er uns erzählt hat, wirklich passiert ist. Am Ende dieses Gespräches waren wir alle geschockt. Einige meiner Mitschüler hatten sogar Tränen in den Augen. Herr Cohnen verdient unseren höchsten Respekt. Wir danken ihm herzlich dafür, dass er uns einen Einblick in sein Leben gegeben und uns viele offene Fragen beantwortet hat.

von Elisabeth Zahn, Q1

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