Gäste verneigen sich vor dem RöGy

Das Schulgebäude gibt es seit 100 Jahren. Zur Feier wurden die Weichen für die Zukunft gestellt.

Etliche geladene Gäste kamen am 20.05.2016 zum Röntgen-Gymnasium nach Lennep, um drei Anlässe zu würdigen: den Festakt zum 100. Geburtstag des Schulgebäudes, die Grundsteinlegung der neuen Dreifachsporthalle sowie die Unterzeichnung der Bildungspartnerschaft mit der Alten Synagoge Wuppertal.

Dazu waren Bildungsministerin Sylvia Löhrmann sowie Antonia Dicken-Begrich gekommen, die Vorsitzende des Trägervereins der Alten Synagoge. Sie zog den Hut vor der Schule, dass die „der Erinnerung an den Holocaust eine so exponierte Bedeutung“ einräumt – und vor den Lehrern Stefanie Pirags und Alexander Gropper, die die Buchenwald-Fahrt eines Projektkurses begleitet hatten.

Das Programm begann mit der Grundsteinlegung der Dreifachsporthalle am oberen Schulhof. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz verwies darauf, dass diese mit Kosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro das teuerste Geburtstagsgeschenk sei, das die Stadt jemals machte – und das nicht wieder vorkommen werde.

Bereits zur Begrüßung der Gäste durch die Band „Acoustic Arts“ sowie beim Gang hinauf in die Aula machten musikalische Ensembles deutlich, dass die Schule auch über Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) hinaus umfassend aufgestellt ist. „Ich finde es schön, dass die Schule ihr besonderes Programm zum Ausdruck bringt“, lobte Löhrmann. An die Stelle Wissen eintrichternder Pauker trete heute ein ganzheitliches Bildungsprogramm mit allen Sinnen und Emotionen.

Für die Elternpflegschaft verwies Vorsitzende Dr. Elisabeth Seidel auf zahlreiche Bereiche, in denen Eltern sich auch über das Jubiläum hinaus engagieren. Sie fühlten ihre Kinder hier „sehr gut aufgehoben und fundiert wie zeitgemäß ausgebildet“.

Schülersprecherin Clara Lambotte hatte „nie gedacht, dass ich eine solche Bindung an die Schule aufbauen würde“ – dadurch, dass sie eben nicht mitschwimme und akzeptiere, sondern sich einbringe, konstruktiv mit diskutiere und so mitbestimmen könne.

Schulleiter Matthias Lippert sieht im Rögy eine prägende Institution der Stadt, die sich immer wieder verändert, aber trotz veränderter Rollenverständnisse bis heute den Anspruch auf umfassende Bildung habe. Wo der Blick in die Zukunft schwer vorhersehbar sei, bleibe die Aufgabe, Schüler komplex vorzubereiten und ihnen durch Vernetzung und Bildungspartnerschaften ein breites Angebot zu machen.

Direktor Matthias Lippert dankt für die Investitionen in Bildung

In Vernetzungen sieht Lippert in jeder Hinsicht wichtige Voraussetzungen. Der Stadt Remscheid dankte er, dass sie die 100-jährige Tradition der Lenneper weiter führe, viel Geld in Bildung zu investieren. „Wir sind dankbar für die deutliche und starke Unterstützung“.

 

Quelle: rga-online vom 20.05.2016 / Von Thomas Wintgen