Gymnasium hat im Jubiläumsjahr viel vor

RÖGY WEIHTE DIE ERWEITERTE MENSA EIN. DIE SCHULE BEKOMMT EINE NEUE FASSADE SOWIE TURNHALLE UND FEIERT IHREN 100. GEBURTSTAG.

2016 wird ein wegweisendes Jahr für das Röntgen-Gymnasium. Denn neben dem 100. Geburtstag, den die im 1. Weltkrieg fertiggestellte Lehrstätte im Mai groß feiert, wird kräftig gebaut, umgebaut und investiert. Gestern wurde die erweiterte Mensa eingeweiht. Die geräumige Caféteria kann jetzt endlich dem täglichen Ansturm gerecht werden.

Viele der knapp 750 Schüler nutzen die Mensa nicht nur zum Essen, sondern bis in den Nachmittag hinein als Treffpunkt. „Sie ist ein Kommunikationszentrum“, freut sich Mathe-Lehrer Heinz Dörpinghaus, der das Schülerrestaurant von seinen Anfängen im Juli 2011 bis zum großzügigen Umbau intensiv begleitet hat.

Alles dient am Rögy einem Motto: „Mit Tradition in die Zukunft“. Das trifft sich in Zeiten des Umbruchs, in denen das 70köpfige Kollegium einen Generationswechsel vollzieht.

Altgediente Pädagogen gehen in Ruhestand; allein im Sommer erreichen acht Kollegen und Kolleginnen das Pensionsalter. Für ihre Nachfolger eröffnen sich Perspektiven: Wie für die drei Sportlehrer, die im ersten Halbjahr 2015/16 kamen. Sie sind in der glücklichen Lage, bei der Dreifach-Turnhalle, deren Bau Ende Februar beginnen wird, Detailfragen mitzugestalten.

Fassade des 50 Jahre alten Neubaus wird im Sommer wärmegedämmt

Eine kleine Baugrube, an deren Stelle die abgerissene Gymnastikhalle stand, bildet momentan den Ausgangspunkt für eine moderne Bewegungsstätte am Rögy. Schulleiter Matthias Lippert geht davon aus, dass sie im Frühjahr 2017 eröffnet werden kann.

Mit seinen 48 Jahren zählt der Rögy-Chef zu denjenigen, die über viele weitere Berufsjahre in den Genuss der Veränderungen kommen werden. Es gibt mehrere Projekte. So wird im Sommer die Fassade des Neubaus saniert. Die ist, im Gegensatz zum doppelt so alten, imposanten Grundgebäude mit seinem neoklassizistischen Portikus witterungsanfällig. Eine vorschriftsgerechte Wärmedämmung wird eingebaut. „An manchen Stellen ist es nicht dicht, und Feuchtigkeit dringt ein“, stellt Lippert fest.

Lärm und Schmutz werden bei der Sanierung nicht ausbleiben. „Der Schulbetrieb wird jedoch nicht beeinträchtigt“, verspricht Matthias Lippert. Die Handwerker sollen hauptsächlich während der Ferien anrücken. Die ehemalige Schulleiterwohnung, die seit langem leer steht, wird 2016 ebenfalls hergerichtet. Wenn sie brandschutzsicher umgebaut worden ist, wird hier das Selbstlernzentrum des Rögy einziehen.

Ein Schmuckstück aber ist die helle, an zwei Seiten voll verglaste Mensa. Bei der offiziellen Eröffnung gestern sprach Matthias Lippert von einem „Raum der Begegnung, zum Entspannen und Essen“. Mit Unterstützung des städtischen Gebäudemanagements, des Architektenbüros Welke und mit Mitteln des Fördervereins legte diese von den Quadratmetern entscheidend zu.

Ein Teil der Terrasse zur Hentzenallee wurde für den Anbau geopfert. 8.000 Euro spendete der Verein für das Mobiliar drinnen wie draußen. Vorher fasste der Treffpunkt 70 Personen, nun 100. Die Küche besitzt jetzt zwei Ausgabetresen. Dies alles hilft, um in Zukunft Staus zu vermeiden.

Wenn mittags um 13.05 Uhr die Essensausgabe mit frischen Gerichten durch Caterer Stefan Riedel begann, bildeten sich in der Vergangenheit Schlangen bis nach draußen vor der Eingangstür.

Es gab Beschwerden. Sie sind dem Umstand geschuldet, dass die Rögy-Mensa 2011 zu klein dimensioniert war. Vor vier Jahren allerdings besaßen die Übermittag-Betreuung und das Nachmittagsangebot der Schule allerdings auch noch nicht den Stellenwert wie heute. »Standpunkt

Quelle: RGA vom 04.02.2016 - VON ANDREAS WEBER

 

  • IMG_M10
  • IMG_M3
  • IMG_M8