RöGy goes UK

Die Schülerinnen und Schüler des Röntgen-Gymnasiums können sich freuen, denn neben den Kontaktschulen in China, Frankreich und Spanien konnte nun auch eine Partnerschule in Ashington/ England für den jährlichen Austausch gewonnen werden.

Schon im nächsten September wird die erste Schülergruppe unserer Mittelstufe in Nordwestengland erwartet, wo neben dem Austausch mit gleichaltrigen britischen Schülern und dem Besuch der englischen Partnerschule viele kulturelle Highlights wie Newcastle, Durham oder die schöne Küstenlandschaft auf dem Programm stehen.

Erst im November wurden die letzten Weichen dazu gelegt, als Herr Lippert, Direktor des Röntgen-Gymnasiums und drei Kollegen der Englisch-Fachschaft der zukünftigen Partnerschule einen Besuch abstatteten. Den Stein für die Begegnung hatte Alexander Schmidt, Englischlehrer am RöGy, mit Hilfe der Remscheider Politiker Sven Wiertz und Sven Wolf ins Rollen gebracht, als diese sich im Juli 2014 dazu entschieden, das RöGy darin zu unterstützen, zur ehemaligen Partnerregion Remscheids neuen Kontakt zu knüpfen.

Seit 2009 gibt es in der Region um Ashington, einer ehemaligen Bergbaustadt an der schottischen Grenze, eine neue Schule, die sich, einschließlich der zu ihr gehörenden Grundschulen, auf sechs Campus erstreckt.

Die „Northumberland Church of England Academy“, kurz NCEA, verfügt am Josephine Butler Campus in Ashington über ein sehr imposantes, neu erbautes Gebäude mit beeindruckender Ausstattung in allen Abteilungen. Bei der Academy handelt es sich um eine Art Gesamtschule in anglikanischer Trägerschaft.

Andrew Day, Executive Director aller zu NCEA gehörenden Schulen, reagierte im Sommer 2014 unmittelbar und begeistert auf die Anfrage des deutschen Kollegen, führte Gespräche mit ihm, Herrn Lippert und Herrn Wiertz, um schließlich für September 2014 spontan seinen Besuch in Remscheid Lennep anzukündigen.

Zusammen mit Herrn Lippert, Herrn Schmidt und den Englischlehrerinnen Miriam Gehrke-Korioth und Stefanie Pirags erkundigte er also im September für vier Tage das Röntgen-Gymnasium und seine Umgebung, stattete dem Röntgen-Museum einen Besuch ab, nahm am Unterricht verschiedener Jahrgangsstufen teil und führte Gespräche mit den Englischkollegen.

Dabei beschrieb er auch seine Schule, die Schwierigkeiten, mit denen viele Familien in Ashington und Umgebung zu kämpfen haben, seit in den 1980er Jahren das Bergwerk der Region geschlossen wurde, als auch die schöne Landschaft Northumberlands.

Ihm gefiel die Idee sehr, das Röntgen-Gymnasium als Partnerschule für die NCEA zu gewinnen, denn gerade die Schüler seiner Schule bräuchten den „Blick über den Tellerrand“, wie er immer wieder betonte, und es sei für die zukünftigen Teilnehmer eine große Chance, ein anderes europäisches Land zu entdecken und Beziehungen zu anderen Jugendlichen aufzubauen.

Seiner Einladung, sich seine Schule und die Region im November anzuschauen, folgten die Lehrer und beide sie unterstützenden Politiker mit großer Freude und so kam es zum Gegenbesuch.

Nach Ausflügen in die herrliche Region am Meer, wunderbaren Begegnungen mit vielen freundlichen Kollegen auf englischer Seite, einem Besuch des Bergbaumuseums in Ashington und vor allem der ausgiebigen Besichtigung der Academy, setzten sich Herr Lippert, Frau Pirags, Herr Schmidt, Frau Gehrke-Korioth und Louise Gatti, die für Auslandskontakte zuständige Lehrerin in Ashington, zusammen und schnürten das Paket für den ersten Austausch.

Unsere Schüler dürfen sich auf einen jährlichen Austausch freuen, d.h. auf ihren ersten Besuch in England im September 2015 und den Rückbesuch der englischen Freunde im Februar 2016.

Im Mittelpunkt wird das Zusammenkommen mit den gleichaltrigen Schülern stehen, musische und künstlerische Projekte sowie eine Kooperation zum Thema Röntgen.

Da Ashington in der Region liegt, in der auch viele Harry Potter Filmszenen gedreht wurden, wird die Erkundung der Burg, in welcher einige Außenaufnahmen wie das Quidditch-Spiel gedreht wurden, sicher auf dem Programm stehen und die Herzen der deutschen Harry Potter Fans höher schlagen lassen.

So wird also den Mittelstufenschülern die Möglichkeit eröffnet, Englands Norden kennenzulernen, während sie sich in der zehnten Klasse dann im Rahmen der Londonfahrt in die Metropole des Landes begeben können.

Eine Partnerschaft ist, was man daraus macht.

Auf britischer Seite sind wir auf begeisterte und beherzte Kollegen getroffen, die sich, genauso wie wir, sehr gerne auf das bevorstehende Abenteuer einlassen.

Auf eine lange Beziehung und gutes Gelingen!

Miriam Gehrke und Alexander Schmidt

 


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