Junge Forscher auf dem Weg zur Entdeckung

Als einen Brückenschlag zwischen Schule und Forschung, zum Nutzen der gesamten Gesellschaft bezeichnet Oberbürgermeisterin Beate Wilding das Schülerlabor (RöLab), das gestern Mittag (08.11.2011) in der Aula des Röntgen-Gymnasium (RöGy) offiziell an den Start ging.

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Röntgen-Gymnasiums, der Gemeinschaftsgrundschule Hackenberg, des Deutschen Röntgenmuseums und der Bergischen Universität Wuppertal.

"Wir sind zwar in den vergangenen zehn Jahren fleißig gewesen in Deutschland, haben den Unterricht weiter entwickelt, aber immer noch entscheiden sich zu wenig junge Leute für den naturwissenschaftlichen Bereich", sagte RöGy-Schulleiter Matthias Lippert. Das soll durch das Schülerlabor besser werden. "Wir müssen ihnen die Möglichkeit geben, Zusammenhänge zu entdecken, weiter zu denken und zu experimentieren. Und das können sie jetzt hier und im Museum." Lippert betonte, dass man sich mit der Bergischen Universität eng vernetzen wolle.

Das sieht Dr. Gela Preisfeld, Biologin an der Wuppertaler Universität, nicht anders. "Wir wollen die Schüler an die Uni holen um sie für technische Berufe zu interessieren. Vor allem auch die jungen Mädchen", machte sie deutlich. In den Laboren der Universität, die sich Bergische Science Labs nennen, werde in den Bereichen Biologie, Chemie, Physik und Elektrotechnik experimentiert. Themen sind etwa der genetische Fingerabdruck oder die Frage, wie Licht in elektrischen Strom umgewandelt wird.

"Ich freue mich, dass die Schüler hier jetzt fachliche Anleitung bekommen und sich mit der Strahlentherapie befassen", sagte der Strahlenbiologe Professor Dr. Christian Streffer. Mehr als 70 Prozent der Krebspatienten würden mit Strahlen behandelt, mehr als 50 Prozent könnten geheilt werden. "Verzweifeln Sie nicht, wenn etwas schiefgeht. Das erleben auch wir Wissenschaftler immer wieder", gab er den angehenden Naturwissenschaftlern mit auf den Weg.

Ausdrücklich begrüßte Prof. Dr. Ulrich Mödder von der Deutschen Röntgengesellschaft die Koexistenz der Gesellschaft mit den Zielen des RöLabs. "Hier werden jetzt Grundlagen für die Forschung gelegt. Museum und Schule befinden sich so auf gleicher Wellenlänge. Es entsteht ein Austausch von Ideen und Entwicklungen".

Dr. Ralph Angemund vom Düsseldorfer Ministerium für Innovation überreichte drei Schilder mit der Aufschrift "Zukunft durch Innovation - zdi-Schülerlabor" an das Museum, das Gymnasium und die Bergische Universität. Anschließend durfte in den Laboren der Schule und des Museums experimentiert werden. Die zehn besten Forscher bekamen einen Preis.
 

Quelle: rga-online vom 09.11.2011/ Von Sabine Naber