"Bergischer Bildungspreis Automotive"

Zum ersten Mal hätten sich die Unternehmer den Schülern nicht überlegen gefühlt, bekannte Martin Lietz von der Wirtschaftsförderung Wuppertal mit einem Augenzwinkern.

Beim diesjährigen "Bergischen Bildungspreis Automotive" sollten die Schülerteams eine kreative Präsentation erstellen, in der sie die Möglichkeiten sozialer Netzwerke für das gastgebende Unternehmen vorstellen sollten. Am Samstag wurden die Ergebnisse in der Lenneper Klosterkirche präsentiert und die drei besten Teams ausgezeichnet.

Lietz erinnerte an kontroverse Diskussionen im Vorfeld, bevor man sich auf dieses Thema geeinigt hatte. Schülerinnen und Schüler wurden in der vergangenen Woche zum siebten Mal in bergische Unternehmen der Automobilzulieferindustrie eingeladen. Nach einer Betriebsbesichtigung setzten sich die Schüler zusammen und arbeiteten gemeinsam an der Aufgabe.

"Wir kannten uns vorher nicht, sind dann aber als Team zusammen gewachsen. Und es hat super viel Spaß gemacht", erzählte Lena Henning vom Lenneper Röntgen-Gymnasium. Sie war durch ein Plakat am schwarzen Brett ihrer Schule auf das Projekt aufmerksam worden. "Ich habe mir dann die Internet-Homepage angesehen und mich beworben." Mit Erfolg, denn sie und ihre vier Mitstreiter waren Gast in der Wuppertaler Firma Brose Schließsysteme und wurden bei der Siegerehrung in der Klosterkirche mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

"Ich habe richtig viele neue Erfahrungen gemacht. Und es war einfach toll, so einen Einblick in die Firma zu kriegen", schwärmte Leandra Dahl. Sie besucht in Solingen das Gymnasium Schwertstraße und ist durch ihren Lehrer auf den Bildungspreis aufmerksam gemacht worden. Sie hat die Solinger Firma Kronprinz GmbH vorgestellt. Für ihre Präsentation, die sie gemeinsam mit ihrem Team erstellt hatte, gab es den ersten Preis. Eine Auszeichnung, über die sich nicht nur die Schüler freuen. "Wir sind stolz auf unser Team. Das ist doch klar", freute sich beispielsweise Michael Flunker, Geschäftsführer der Wuppertaler Firma Babtec, darüber, dass "seine" Schüler den dritten Platz erreicht haben. Net-Books, Laptops, I-Pods sowie Urkunden und Kinogutscheine bekamen die Preisträger.


Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding bedankte sich bei den Unternehmern dafür, dass sie ihre Türen für die Schüler geöffnet haben. "Wir haben hier vielleicht nicht die größten, bestimmt aber die besten Betriebe", gab sie den Teams mit auf den Weg. Und betonte: "Gewinner sind Sie alle heute."

(Quelle: RGA-online vom 21.11.2011 / Von Sabine Naber )