RöGy gewinnt Preis als "gesunde Schule"

Remscheid. 12.650 Euro erhält das Lenneper Gymnasium für ein Konzept, das die Schüler aktiv einbezieht.

In vielen Schulen ist der Umgang mit Handys ein Streitthema. Im Lenneper Röntgen-Gymnasium wurde zusammen mit den Schülern eine Regelung gefunden, die funktioniert. Im Unterricht sind die Mobiltelefone tabu, in der Freistunde aber dürfen die Schüler sie auch in der Mensa nutzen. Schließlich bedeutet Freistunde auch freie Zeit und in dieser gehört ein Handy für die Schüler zur Grundausstattung.

Dieser Art der Teilhabe war einer der Hauptgründe, warum das RöGy jetzt von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen mit dem Schulentwicklungspreis "Gute gesunde Schule" ausgezeichnet wurde. "Wir sind sehr glücklich darüber", sagt Schulleiter Matthias Lippert, der den Preis am Donnerstag in Essen bei einer Feierstunde in Empfang nahm. 250 Schulen hatten sich beworben, 48 wurden ausgezeichnet. Der Preis ist der höchstdotierte Schulpreis in Deutschland und wird jährlich vergeben.

Gehört werden die Schüler auch beim Thema Mittagessen. Auf ihre Anregung hin gehört eine Salatbar im Röntgen-Gymnasium zur festen Ausstattung in der Mensa. Und auch der Pommes- und Würstchentag war eine Idee, die aus der Schülerschaft kam.

Der Ansatz, gemeinsam mit den Schülern und auch den Eltern den Schulalltag zu gestalten, habe den Preisrichtern imponiert. Die Attribute "gut" und "gesund" sind dabei weit gefasst. In ihre Bewerbung schrieb die Schule auch den Grundsatz hinein, dass der Schultag spätestens um 15.10 Uhr enden soll. In den Klasse 5 und 6 einmal die Woche, für die Älteren dann bis maximal drei mal die Woche. So sollen die Schüler trotz den Anforderungen durch G 8 noch Zeit für Sportverein und Freizeit haben. Durch die Änderung der Stundentafel wurde eine lange Mittagspause geschaffen. So soll Zeit bleiben, in Ruhe sein Mittagessen zu verzehren.

Gemeinsam mit Schülern und Eltern soll am RöGy nun entschieden werden, was mit dem Preisgeld geschehen soll. "Wir wollen es aber auf jeden Fall wieder in das Thema investieren", sagt Lippert. Der Schulleiter freut sich besonders, dass zum Preis auch eine Beratung durch die Experten der Unfallkasse Nordrhein-Westfahlen gehört. "Die kommen in die Schule und beraten uns, was wir noch tun können."

(Quelle: RP-Online vom 20.09.2014 / Von Henning Röser)