RöGy-Klasse probt für Musical gegen Mobbing

Von Theresa

Tanz, Gesang, Musik: Jungs und Mädels der 7c am Röntgen-Gymnasium studieren das Musical „Heul’ doch!“ ein.

„Eins, zwei, drei, vier, kick, kick … Pas de Bourrée!“ – So hallt es durch die Turnhalle, wenn sich die Klasse 7c vom Lenneper Röntgen-Gymnasium zu lockerer Musik aufwärmt. Seit Anfang des Schuljahres üben die 19 Jungen und 14 Mädchen mehrere Choreos für das Musical „Heul´ doch“ ein, das im Sommer aufgeführt werden soll. Dieses Projekt – betreut von Musiklehrerin Doris Menze, Sportlehrerin Tanja Shami und Tanzpädagogin Dana Großmann – ist eine Kooperation zwischen dem RöGy und dem Lenneper Rotationstheater. „Wir wollen vielen Schülern wieder die Möglichkeit zum Musizieren und Tanzen geben, was leider wegen des schulischen Ganztagbetriebes bei vielen zu kurz kommt“, erklärt die Musiklehrerin.


Von Tussen und Checkern

Bisher tanzen die Schülerinnen und Schüler für das Musical zu drei verschiedenen Stücken. Das erste ist das Opening, also der Eröffnungstanz. Es folgt der „Coolness-Blues“, bei dem zehn Jungs und Mädchen als „Tussen“ und supercoole „Checker“ umeinander herumtanzen. Als letztes Stück haben sie schon das Finale zu einem Song von „High School Musical“ einstudiert. Dazu wurden auch schon passende Bewegungen mit Bällen (wie im Film) geprobt.

Spaß und Disziplin

Das Musical-Projekt soll Spaß machen, ist aber auch mit viel Disziplin und Ordnung verbunden. Wer zwischendurch mal mit seiner Neben-Tänzerin quatscht, wird ganz schnell nach vorne gerufen und „darf“ dort – vor allen anderen – weiter tanzen. Ab und zu braucht die Musik-Klasse auch mal einen kleinen „Ansporn“; heißt: Wenn die Zwölf- bis 13-Jährigen sich mal nicht ganz so schnell aufstellen wie gewünscht, wird Tanzpädagogin Dana Großmann auch gerne etwas strenger.

Und was sagen die Schüler?

Doch der Spaß ist der 7c noch nicht vergangen. Ilay erzählt uns, dass sie beim Tanzen sehr viel gelernt hat und dass sie dieses Projekt auf jeden Fall auch anderen Schulen und Klassen empfehlen würde. Saskia, die auch außerhalb der Schule schon länger tanzt, findet diese Art von Sportunterricht gut: „Für mich ist das Tanzen eigentlich relativ einfach, aber ich lerne auch hier immer wieder neue Schritte dazu und kann den anderen manchmal etwas helfen.“
Leichte Kritik kommt von Nils, der lieber „normalen“ Sport in der Schule machen würde. Er meint: „Man könnte zum Aufwärmen auch mal Fußball spielen oder etwas anderes machen.“ Dennoch: Für ihn ist diese Art von Tanzen schon willkommener als Turnen oder Gymnastik.

Gesang und Instrumente

Auch am Gesang wird schon hart gearbeitet. Die 33 Schüler sind in zwei Gruppen aufgeteilt: Ein Teil singt und tanzt, der andere Teil begleitet die Stücke mit Instrumenten wie Akkordeon, Klavier, Geige, Gitarre oder Schlagzeug. Extra für dieses Projekt wurden zwei zusätzliche Lehrkräfte eingestellt. Claudio Del Rio, ein Musiklehrer vom Rotationstheater ist für die instrumentale Förderung der Schüler zuständig, und Gesangslehrerin Nina Keuser studiert mit den Jugendlichen die verschieden Lieder, unter anderem auch einen Rap, ein.
Die Klasse 7c hat im zweiten Halbjahr noch ein gutes Stück Arbeit vor sich. Das Musical soll kurz vor den Sommerferien in der RöGy-Aula und im Rotationstheater aufgeführt werden.

„Heul’ doch!“

In dem Musical „Heul’ doch!“ wird Gewalt an der Schule thematisiert. Es handelt von einem 13-jährigen Mädchen, das den ständigen Sticheleien und Bosheiten der Mitschüler ausgeliefert ist. Sie versucht, den Mobbing-Attacken zu entkommen und dagegen anzugehen …

(Quelle: RGA-online vom 10.02.2012)