RöGy-Schüler glänzen schauspielerisch

Mit Witz, Spielfreude und sehr souverän gestalteten die Darsteller des Literaturkurses ihre Aufführung vor Ferienbeginn.

Der Literaturkurs führte unter der Leitung von Wilhelm Buschulte Shakespeares "Der Sturm" auf. Das Bühnenbild war schlicht und effektvoll.

Liebe, Machtspiele und Zauberei - die Werke vom britischen Schriftsteller William Shakespeare verlieren auch nach über 500 Jahren nichts von ihrem Charme. Die Themen erleben selbst im 21. Jahrhundert, im Zeitalter des Digitalen, immer noch eine Aktualität.

Shakespeares "Der Sturm", das als sein letztes Theaterstück gilt und im Jahr 1611 zum ersten Mal in London aufgeführt wurde, zog in dieser Woche Schüler, Eltern und weitere Gäste im Röntgen-Gymnasium in seinen Bann. Die 28 Schülerinnen und Schüler des Literaturkurs Q1 des Rögy haben unter der Leitung von Lehrer Wilhelm Buschulte eine gut zweistündige Inszenierung eingespielt, die ihrem Publikum viel Unterhaltung bot.

Das Bühnenbild war sowohl schlicht als auch effektvoll. Bäume, deren Äste so aussehen wie Hände, und Sträucher mit Augen und Ohren, zeigen dem Betrachter sofort, dass es auf der Insel, auf der Antonio, Herzog von Mailand, und Alonso, König von Neapel nach einem Sturm mit ihrer Crew landen, mit viel Zauberei zugeht. Der Sturm wurde vom Luftgeist Ariel - hier wunderbar reizvoll in feenähnlicher Gestalt von Sherreen El Garably und Jana Weile dargestellt - auf Wunsch des ehemaligen Herzoges von Mailand, Prospero, hervorgerufen.

Prospero, der vor zwölf Jahren von seinen Bruder gestürzt und mit seiner Tochter Miranda auf der Insel strandete, beschäftigte sich zu sehr mit seiner Zauberei und will nun Rache nehmen. Mithilfe von Ariel trennt er die Crew, den Gestrandeten widerfahren allerlei magische Dinge. Prosperos Plan geht auf, der Sohn von Alonso verliebt sich in seine Tochter. Er erklärt, wieder zurück nach Mailand zu wollen, ob er allerdings auf dem Schiff mitgenommen wird, lässt Shakespeare offen.

Vincent Betz überzeugte in der Rolle des gestürzten Herzogs durch seinen straken Ausdruck in der Stimme. Publikumsliebling war das Dreiergespann aus dem missgestalteten Sklaven Caliban (Oliver Strieder), Trinculo (Robin Zaremba) und dem versoffenen Diener Stephano (Luca Fiori), das viel Witz und Spielfreude zeigte. Kleine Pannen mit Bühnenbild oder Technik nahm das Ensemble der sonst hervorragenden Interpretation mit einem Augenzwinkern.

Quelle: RP vom 02.07.2014 / Von Anna Mazzalupi