Uni-Klinik will Schüler-Projekte fördern

Hoher Besuch am Dienstag im Röntgen-Gymnasium in Lennep. Professor Dr. Dr. Andreas Bockisch, Direktor der Essener Uni-Klinik für Nuklearmedizin, interessierte sich für die Arbeit im Schüler-Röntgenlabor (RöLab). Der 2011 mit der Röntgenplakette ausgezeichnete Wissenschaftler machte eine zukünftige Zusammenarbeit und Unterstützung im Bereich der Nuklearmedizin zum Thema.

Mit Götz Jonas, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) in Göttingen, ließ er sich zeigen, womit sich der Projektkurs Medizinphysik der Stufe Q1 beschäftigt. Einige der Arbeiten werden im nächsten Schuljahr als Forschungsprojekte weitergeführt.

Gestern wurden beispielsweise mit Kontrastmitteln Untersuchungen durchgeführt oder auch am CT Abschnitte von Pflanzen untersucht. Den 16-jährigen Moritz Seidel beschäftigte gerade, ob im Diagramm Silber, das unter Kupfer liegt, zu sehen ist. Er würde später gerne Physik studieren.

"Das RöLab ist für wissenschaftliche Institutionen interessant, denn so ein Angebot gibt es in Schulen sonst nicht", machte Dr. Uwe Busch vom Röntgen-Museum und Leiter des Labors deutlich.

Das sei Medizinphysik auf hohem Niveau, die noch ausgeweitet werden soll. "Wir möchten zukünftig etwas anbieten für Schulen im ganzen Bundesgebiet. Durch lokales Engagement haben wir hier mit vier Schulröntgengeräten ein ausgezeichnetes Equipment." Das kann Wolfgang Dick, Fachleiter Physik und Leitung RöLab, nur bestätigen. Aus ganz Deutschland kommen Besucher. "Wir bieten hier auch Strahlenschutzlehrgänge für angehende Lehrer an."

Am beeindruckendsten ist das Engagement der Schüler

Am meisten beeindruckt den Lehrer aber das Engagement seiner Schüler. Wird ein freiwilliger Projektkurs angeboten - das Ergebnis fließt in die Abiturnote ein - ist er innerhalb von 30 Minuten ausgebucht. Der Lehrer findet es wichtig, dass seine Kursteilnehmer auch mit solchen Koryphäen wie Dr. Bockisch zusammen kommen.

"Ich bin zum zweiten Mal hier und finde es äußerst positiv, wie hier gearbeitet wird", sagte Dr. Bockisch. Das bedeute Hoffnung für die Zukunft. Mit Dr. Busch wolle man jetzt ein Konzept ausarbeiten und ein oder zwei Projekte zeitnah fördern.

(Quelle: RGA-Online vom 28.05.2014,/ von Sabine Naber)