14 Kitas und Schulen überzeugen mit MINT-Konzept

Nirgendwo in Deutschland arbeiten so viele Institutionen so eng zusammen in Sachen "MINT"-Förderung wie in Lennep. Damit überzeugte der Stadtteil auch die Jury der Telekom-Stiftung: Sie wählte Lennep als eines von nur 24 Netzwerken bundesweit für das Projekt "MINTeinander" aus. Gestern unterzeichneten 14 Kitas, Grund- und weiterführende Schulen die Verträge. Für zunächst einmal zwei Jahren verpflichten sie sich damit, Kinder und Jugendliche noch intensiver als bisher in Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu fördern. Und vor allem: Dabei zusammen zu arbeiten. "Jeder weiß, was der andere tut. Dadurch können wir aufeinander aufbauen", erklärt Wolfgang Dick, MINT-Koordinator am Röntgen-Gymnasium und Initiator der Bewerbung: "Es gibt schon tolle Kooperationen; wir vernetzen jetzt alle Bestände."

Jede Einrichtung bekommt Materialkästen von der Telekom-Stiftung, zusätzlich werden Kita-Personal und Lehrer geschult und wissenschaftlich von der Uni Münster begleitet. Allein, betont Wolfgang Dick, könnten die Einrichtungen all das nie finanzieren. Die Kita experimentiert mit Magneten, Grundschüler erkunden ihre Funktion, im Gymnasium geht es dann um den Kompass - "also jeweils Magnetismus auf einem neuen didaktischen Niveau", erklärt Wolfgang Dick. Ziel sei es, Kindern und Jugendlichen immer wieder neu MINT-Themen zu präsentieren - und sie neugierig auf Physik und Co. zu machen. MINTeinander ergänzt viele bestehende Aktivitäten in Lennep, etwa das Röntgen-Labor.

DAS PROJEKT MINTEINANDER IN LENNEP MIT DABEI

Im MINT-Netzwerk wirken alle Lenneper Grund- und weiterführenden Schulen mit. Außerdem die Kitas Ringstraße, Bergisch Born, Lüttringhauser Straße, Henkelshof, Hasenberg, Hackenberg und Bonaventura. Mit 14 Einrichtungen ist das Lenneper Netzwerk bundesweit mit Abstand am größten und wurde damit als Nr. 1 von der Telekom-Stiftung ausgewählt.

MINTEINANDER

Ziel ist es, die Lehrpläne und Materialien aller Einrichtungen aufeinander abzustimmen. So können Kita, Grundschule und weiterführende Schule ihre Bildungsinhalte jeweils aufeinander aufbauen. Die Telekom-Stiftung stellt dazu Materialkästen zur Verfügung, lädt zu Schulungen ein und begleitet das Projekt wissenschaftlich.

(Quelle: RGA-Online vom 08.11.2013 / Von Kerstin Neuser)

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