RöGy bewegt Schüler mit Zumba und Co.

Remscheid (RP). Dank einer Kooperation mit der LTG und dem Tanzclub Blau-Gold wird das Sportangebot im offenen Ganztag erweitert.

Von abenteuerlichen Sportarten wie Fechten, Karate und Taekwondo über Trends wie Zumba und Power Chilling – einer modernen Form autogenen Trainings – bis hin zum klassischen Tanz bietet das Röntgen-Gmynasium (RöGy) seinen Schülern nach den Herbstferien im Rahmen des offenen Ganztags ein breites Sportangebot. Möglich macht das ein Kooperationsvertrag mit der Lenneper Turngemeinde (LTG) und dem Tanz- und Gesellschaftsclub Blau-Gold Remscheid (TGC Blau-Gold), der gestern unterzeichnet wurde. Von der Zusammenarbeit versprechen sich alle drei Partner Vorteile.

"Wir möchten die Schüler mit interessanten Angeboten, die es sonst im Schulsport eher nicht gibt, zur Bewegung motivieren", sagte der Schulleiter des RöGy, Matthias Lippert. So sei es oft schwer, die Schüler für Sport zu begeistern. Da eine Schule nicht nur einen Lehr-, sondern auch einen Erziehungsauftrag zu erfüllen habe, müsse sie den Schülern auch aufzeigen, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten. Das kommt den beiden Sportvereinen entgegen, die über sinkende Mitgliederzahlen im Jugendbereich klagen. "Wir haben da ganz klar eine Flaute", sagt der Sportmanager der LTG, Ben Vieler.

Sowohl die LTG als auch der TGC Blau-Gold erhoffen sich davon, dass sie in den Hallen des Gymnasiums für die RöGy-Schüler Schnupperkurse anbieten, wieder Interesse bei den Jugendlichen für Sport wecken zu können.

Die bisher gestarteten Angebote, Fechten von der LTG und Tanz vom TGC Blau-Gold, sprechen dafür, dass das Konzept aufgeht. Beim Fechten nahmen 25 Schüler mit großem Interesse teil. "Das ist auf freiwilliger Basis ein sehr guter Schnitt", meinte Lippert. Beim Kurs des Tanzlehrers vom TGC Blau-Gold, Michael Heming, schnupperten sogar 40 Schüler rein. "Das Schöne am Tanzen ist der ganzheitliche Aspekt", sagte Heming. So stelle das Tanzen sowohl eine körperliche als auch mentale Herausforderung dar, die gut zum Entspannen geeignet sei. Das kommt dem RöGY entgegen. Die Kurse liegen zeitlich entweder alle innerhalb der 50 Minuten langen Mittagspause oder schließen an den Unterricht an. So soll Schülern ermöglicht werden, sich vom Unterricht zu erholen. Auch Vieler hält dies für wichtig: "Pausen sollte man mehr zur Bewegung und Entspannung nutzen." Sollten die Schüler die Kurse gut annehmen, könne man sich vorstellen, weitere Sportarten anzubieten.

(Quelle: RP-online vom 16.10.2013 / von Hagen Thiele)