Gründerpreis: Nur sechs von 16 Teams sind weiter

Schüler aus Remscheid und Wermelskirchen sind bei dem Online-Planspiel eine Runde weiter. Rader und Hückeswagener sind draußen.

Sie nennen sich "Final Movement", "Always Fresh" oder "Kleidungsfix" - und haben (oder hatten) nur ein Ziel: als Team beim Deutschen Gründerpreis für Schüler möglichst weit zu kommen. 16 Teams von verschiedenen Schulen aus X-ray-Land - also Remscheid, Wermelskirchen, Rade und Hückeswagen - waren Ende Februar angetreten, um ihr fiktives Unternehmen auf einer Online-Spiel-Plattform Stück für Stück nach vorn zu bringen.

2015 Punkte sind die Hürde

Dabei galt es, mehrere Aufgaben zu erfüllen, die zu einem Geschäftskonzept, Businessplan, Vertrieb, Öffentlichkeitsarbeit etc. dazu gehören. Jede erledigte und vor allem fristgerecht abgelieferte Aufgabe gab Punkte. 2015 davon waren zu erzielen, um eine Runde weiterzukommen beim Deutschen Gründerpreis für Schüler.

Nach Ablauf der Spielrunde am Mittwoch steht fest: Von den 16 Teams aus X-ray-Land dürfen nur sechs auf höheren Ebenen weiterkämpfen, denn nur sechs der 16 erreichten die erforderlichen 2015 Punkte.

Das schafften von acht Remscheider Mannschaften immerhin fünf:

inventive genius ist das Unternehmen von Michelle Moschek, Julia Stillger und Elisa Buscher vom Röntgen-Gymnasium. Das Produkt: "Freet", eine gekühlte Schuheinlage für heiße Tage, die zudem energieeffizient arbeitet.

Foldaway-Shoe, das sind Carmen Goldbach, Jana Schlimme und Kerstin Ginschel vom Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung. Ihre Idee: Ballerina mit ausfahrbarem Absatz, so dass sich der Schuh vom flachen Modell zum Pumps wandelt.

Mc Motors ist ebenfalls ein Team vom RöGy, bestehend aus Alina Kürten, Daniela Bese, Saskia Pachner und Dustin Wawoczny. Das Produkt: LED-Lampen an Motorrädern, um die Sicherheit der Fahrer zu verbessern.

Final Movement heißt das Unternehmen der RöGy-Schüler Bene Schulz, Philip Scheidereiter, Tristan Schumacher und Florian Herlitz. Das Produkt: ein Zuhörer fokussiertes Audiosystem für Autos, das die Klangqualität, Dynamik und Sicherheit verbessert.

Meine Stadt lebt ist der Team-Name von Katrin Schüller, Katharina Hoffmann, Dennis Schossal, Katharina Janotta und Christoph Wieber vom vom Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung. Deren Idee: Eine interaktive, informative und transparente Internetseite für eine Stadt, wo sich Unternehmen vorstellen und präsentieren und die private User-Bewertungen möglich macht.

Brille mit Kopfhörer

Während keine der drei Mannschaften der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen die nächste Runde erreichte, schaffte es immerhin ein Team aus Wermelskirchen. History Glasses Ltd. nennt sich das Unternehmen. Die drei Berufskolleg-Schüler Florian Lörgen, Lars Mehlich und Sven Sepec planen eine Brille mit integriertem Kopfhörer. Wer sich damit zum Beispiel den Kölner Dom ansieht, bekommt die wichtigsten Infos zu dieser Sehenswürdigkeit direkt aufs Ohr.

Ruhm, Geld, Ehrung

Und so geht es weiter: In den nächsten Tagen werden alle Unternehmensideen und Konzepte von einer kritischen und erfahrenen Jury beurteilt. Am 10. und 12. Juni verleihen die Stadtsparkassen Remscheid bzw. Wermelskirchen die lokalen Preise. Am 13. Juni werden in Düsseldorf die zehn besten Teams aus dem Rheinland prämiiert. Dort geht es um Geldpreise im Gesamtwert von 10.000 Euro.

Und ob es eines der Teams aus Remscheid und Umgebung zur Entscheidung auf Bundesebene schafft, erfahren wir am 18. Juni. Dann wird der Gründerpreis für Schüler in Hamburg verliehen.

Mehr als 1.000 Teams dabei

Der Deutsche Gründerpreis für Schüler wird von dem Magazin "Stern", den Sparkassen, dem ZDF und Porsche unterstützt. Tipps und Tricks, was man als junger Nachwuchsgründer beachten muss, bekommen die Schüler-Teams von einem Coach (Lehrer), einem Spielbetreuer der Sparkasse und einem Unternehmerpaten aus der Wirtschaft.

Rund 4.700 Jungs und Mädels in etwas mehr als 1.000 Teams waren in der 2013er-Spielrunde dabei. Insgesamt haben in allen Jahren mehr als 55.000 Schülerinnen und Schüler an dem Planspiel teilgenommen.

(Quelle: rga-online (x-ray) vom 17.05.2013, von Mark)