Hausaufgabenkonzept des Röntgen-Gymnasiums für die Sekundarstufe I

A) Allgemeine Regelungen

1.) Ziele der Hausaufgaben:

Hausaufgaben sind ein wichtiger Bestandteil des schulischen Lernens. Sie dienen der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts und fördern die Selbstständigkeit des Schülers. Die Hausaufgaben erwachsen aus dem Unterricht und fließen wieder in diesen zurück. Deshalb kann ein Teil der Hausaufgaben schon im Unterricht vorweggenommen werden.

2.) Art der Aufgaben:

Bestimmte Hausarbeiten können nicht ausschließlich im Unterricht geleistet werden und haben weiterhin ihren eigentlichen Ort zu Hause: Vokabeln lernen, Lektüren lesen und vorbereiten, Schreibaufgaben produzieren, Übungs­aufgaben bearbeiten, Heftführung, Auswendiglernen von Regeln und Daten, Stundenprotokolle schreiben, Referate ausarbeiten und Vorbereitungen auf Klassenarbeiten oder Tests.

3. ) Umfang der Hausaufgaben:

Faustformel: Der Umfang der Hausaufgaben soll in den Jahrgangsstufen 5-7 pro UE 20 Minuten in der Woche betragen. Ab der Jahrgangsstufe 8 gilt als Faustregel 30 Minuten pro UE. (UE = eine Unterrichtseinheit a 67,5 Minuten, die Jahrgangsstufe 5 hat z. B. pro Tag 4 UE)

4.) Hausaufgaben-Heft:

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden die Schüler in das Hausaufgaben–Management eingeführt. Die Schüler erhalten von der Schule ein Hausaufgabenheft und lernen, dieses Heft als Planungsinstrument zu nutzen. Die Lehrerinnen und Lehrer schreiben in diesen Jahr­gängen die Hausaufgaben an die Tafel.

5.) Umgang mit Schwierigkeiten bei der Anfertigung der Hausaufgaben:

Bei der Nichterledigung der Hausaufgaben meldet sich der Schüler selbstständig zum Stundenbeginn. In der Folgestunde zeigt er die nachgemachten Hausaufgaben unaufgefordert vor. Bei Unklarheiten dokumentiert der Schüler seine Beschäftigung mit den Aufgaben durch das Notieren möglichst exakter Fragen zum Problem. Nicht gemachte Hausaufgaben werden als Mangel notiert. Dreimalige Versäumnisse im Quartal werden den Eltern per Brief mitgeteilt und der Schüler muss in der Hausaufgabenbetreuung die Hausaufgaben nacharbeiten.

6.) Aufgaben der Eltern:

Die Eltern können ihre Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen, indem sie darauf achten, dass die Hausaufgaben erledigt werden, dass die Schülerinnen und Schüler zu festen Zeiten regelmäßig für die Schule zu Hause arbeiten und dass sie einen Arbeitsplatz nutzen, wo sie nicht abgelenkt werden.

7.) Hausaufgaben-Betreuung:

Eine Lernberatung durch den Fach- bzw. Klassenlehrer kann helfen, Probleme bei der Erledigung der Hausaufgaben zu lösen. Für Schüler, denen es schwer fällt, ihre Arbeiten zu Hause zu erledigen, bietet das Röntgen-Gymnasium eine Hausaufgabenbetreuung an bzw. können die Schüler am Programm 13-Plus teilnehmen.

B) Übersicht über Hausaufgaben für die einzelnen Fächer

DEUTSCH

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Leseaufgaben (Lektüren), mit Notizen

• Arbeitspläne (z.B. als Vorarbeit zur Verfassung von Analysen)

• Verlegung komplexerer Schreibaufträge in den Unterricht

• Führung eines Hefters mit inhaltlich-methodischem Rückblick am Ende der Stunde

MATHEMATIK

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Lernen der Definitionen und Regeln

• Fragen zu den Hausaufgaben, welche die Schüler nicht bearbeiten konnten, sollen so vorbereitet werden, dass das Problem sinnvoll eingegrenzt werden kann.

• Wochenpläne

ENGLISCH

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Vokabeln

• vorbereitendes Lesen, insbesondere Lektüren

• Jahrgangsstufe 8 und 9: Produktion von Texten wie z.B. comment / diary entry/ analysis / interior monologue

• Verlegung von geschlossenen bis halboffenen Übungsaufgaben (workbook, practice im Buch) in den Unterricht

•Verlegung exemplarischer Textsorten­produktion in Jahrgangsstufe 8 und 9 in den Unterricht

LATEIN

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Vokabeln

• Grammatik (Erlernen der Formen, Regeln)

• Zusammenfassung, Textvorerschließung, Arbeitsübersetzung, Interpretationen, Kreativaufgaben, aufbauende Arbeitsaufträge

• Verteilung auf Wochenpläne möglich

• Erarbeitung als Projektarbeit möglich

FRANZÖSISCH

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Vokabeln

• vorbereitendes Lesen, insbesondere bei Lektüren

• in den fortgeschrittenen Jahrgangsstufen: Die Erarbeitung längerer freier Texte wie z.B. résumé, commentaire de texte, journal

• Verlegung von geschlossenen bis halboffenen Übungsaufgaben aus dem Lehrbuch sowie dem Cahier d’activités in den Unterricht

• Verlegung exemplarischer Textsorten­produktion in Jahrgangsstufe 8 und 9 in den Unterricht

SPANISCH

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Vokabeln

• Grammatik (Erlernen der Formen, Regeln)

• Lesen von Texten

• Verlegung von schriftlicher Textarbeit in den Unterricht

• sollten umfangreichere Hausaufgaben notwendig sein, werden diese mit zeitlichem Vorlauf gegeben

CHEMIE / PHYSIK

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Versuchsprotokolle

• kleine Rechnungen

• Wiederholungen zur letzten Stunde

• kleine Recherchen

• kleine Texte vorbereiten

• Heftführung nach beschlossenem Konzept in den Naturwissenschaften

BIOLOGIE

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Heftführung (Führen des Inhaltsverzeichnisses, Einkleben der Arbeitsblätter)

• Wiederholung des Unterrichts

• kleinere Aufgaben aus dem Schülerbuch zur Vor- oder Nachbereitung des Unterrichts

Projekte, die langfristig angekündigt werden (Langzeitversuch Keimung (Jgst. 5+6), Herbarium (Jgst. 8), Referate (obligatorisch ab Jgst. 8))

GESCHICHTE

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• vorbereitende Leseaufgaben

• mündliche Aufgaben

• Portfolioarbeit/Lerntagebuch/Arbeitsplan (Langzeitaufgaben)

• Verlegung von schriftlicher Textarbeit in den Unterricht, bzw. „Stückelung“ der Analysen

• keine schriftlichen HA mehr in Jahrgangsstufe 6

ERDKUNDE

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Wiederholung/Vor- und Nachbereitung der Stunden; besonderer Stellenwert: Fachbegriffe

•lange schriftliche HA nicht vorgesehen

RELIGION

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• „kleine“ Hausaufgaben, wie z.B. eine Recherche, das Lesen eines kurzen Textes, das Verfassen eines Protokolls.

 

PHILOSOPHIE

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Begriffsdefinitionen

• Vorverständnis der Schüler zu Problemen

• Strukturskizzen

• knappe Ergebnisprotokolle

• Entwicklung eigener Lösungsvorschläge

• Textarbeit

• Analysen als Teilaufgaben

MUSIK

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• keine HA im Fach Musik in der Sek I

KUNST

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Fertigstellen praktischer Aufgaben zum Abgabetermin

• Entwicklung von Zeitplänen mir den Schülern

SPORT

Weiterhin Hausaufgaben

Umgang mit „großen“ Hausaufgaben

• Mitbringen der Sportsachen!

Stand: 25.02.2015, GKr

 

Zur Info: Ergebnisse einer Umfrage