Junge Franzosen lernen das Bergische Land kennen

Zum zehnten Mal organisieren Gymnasium und Realschule den Austausch.
Quelle: RGA/Autor: Bernd Büllesbach / Foto: © Doro Siewert

Lennep. "Chers parents, soyez bien arrivés à Remscheid" war wohl die Nachricht die 20 Schülerinnen und 14 Schüler am Mittwochabend ihren Eltern via Handy zukommen ließen.

Fast 600 Kilometer hatten die französischen Jugendlichen mit dem Bus von ihrem Heimatort Asnières-sur-Seine in der Nähe von Paris zurückgelegt, um eine Woche bei den Gastfamilien in Remscheid zu verbringen. Sie nehmen an einem Schüleraustausch der 8. und 9. Jahrgangsstufen des Röntgen-Gymnasiums und der Albert-Schweitzer-Realschule teil. Er findet zum zehnten Mal statt.

Die französischen Gäste erwartete ein touristisches Programm. Dazu gehörte ein Besuch auf Schloss Burg, der Müngstener Brücke, des Wuppertaler Zoos und natürlich eine Fahrt mit der Schwebebahn. „Der Bildungsauftrag wurde auch erfüllt“, berichtete die Betreuungslehrerin Doris Hildebrand. Eine Stippvisite im „Haus der Geschichte“ in Bonn oder im Kölner Dom gehörten auch zum schulischen Programm.

Gastschüler aßen in Radevormwald den „besten Döner der Welt“

Die Gestaltung des Wochenendes oblag den Gastfamilien. Das Wetter lud zu Aktivitäten im Freien ein. Kathrin Feuerstein aus Radevormwald war mit ihrem Sohn Melvin sowie den Gastschülern Floriant und Gouthier zum Segeln auf der Bever und zum Kajak-Polo auf dem Baldeneysee. „Die Jungs waren absolut unproblematisch und pflegeleicht“, berichtete Feuerstein. „Fleisch war ihr liebstes Gemüse“, erzählte sie noch von den bevorzugten Essgewohnheiten ihrer Gäste. Die beiden Gastschüler erzählten später, dass sie den besten Döner der Welt in Radevormwald gegessen haben.

Rita Schmidt-Wellink hatte mit ihrem Sohn Marc und dem Gastschüler Basile im Verbund mit anderen Gastfamilien eine Eisenbahnfahrt von Lennep über die Müngstener Brücke bis Solingen-Schaberg unternommen, die Wupperfähre und die Seilbahn von Unterburg genutzt. „Auch ein Besuch der Remscheider Kirmes war da noch drin“, erzählte sie.

Marie Harmel, Deutschlehrerin an der Katholischen Privatschule Collège Sante Geneviève war der Meinung, dass die Affinität der Schüler zur deutschen Sprache in der Familie zu suchen ist: „Mindestens der Großvater ist deutschstämmig.“ Roxane und Clement waren bisher von ihrem Aufenthalt im Bergischen begeistert. „Uns hat vor allem die Großzügigkeit unserer Gastfamilie beeindruckt und dafür möchten wir uns bedanken“, erzählten die beiden Jugendlichen.

Am Mittwochmorgen nehmen die französischen Gäste noch am Unterricht teil und treten dann die Heimreise an.

 frankreichaustausch

Schüler des Röntgen-Gymnasiums und der Albert-Schweitzer-Realschule mit ihren französischen Gästen. Eine Woche verbrachten die jungen Leute aus Asnières-sur-Seine bei Remscheider Gastfamilien. © Doro Siewert