Land NRW stellt dem Rögy ein Top-Zeugnis aus

Quelle RGA/Autor:Andreas Weber/Foto: © Doro Siewert

Röntgen-Gymnasium erzielt bei Qualitäts-Analyse 25 Mal eine exzellente Bewertung. Schulleiter lobt Zusammenarbeit mit der Stadt.

Das Röntgen-Gymnasium genügt höchsten Standards. Bei der Qualitätsanalyse NRW erhielt das Rögy in Lennep ein Top-Zeugnis. 43 Einzelaspekte hatten die Prüfer des Dezernates Q bei der Bezirksregierung Düsseldorf unter die Lupe genommen. In ihrem Abschlussbericht vergaben die Tester 25 Mal ein beispielhaftes Doppel-Plus (exzellente Qualität), 17 Mal ein Plus (Qualität entspricht den Erwartungen) und nur ein Mal ein Minus (Qualität entspricht überwiegend nicht den Erwartungen).

Nachdem die Schulkonferenz zugestimmt hatte, machten Schulleiter Matthias Lippert und sein Stellvertreter Thomas Benkert die Bilanz der Qualitätsanalyse 2017 am Montagmittag bei einer Pressekonferenz öffentlich. Eingeladen war auch Schuldezernent Thomas Neuhaus. Aus gutem Grund, denn: „Die Zusammenarbeit mit dem Schulträger ist vorbildlich“, freut sich Lippert.

Neuhaus versprach, dass die Stadt ihre Hausaufgaben gemacht habe und weiter machen werde: Von 2014 bis 2017 seien annähernd zehn Millionen Euro in den Um-/Ausbau und Modernisierung des Rögy investiert worden. Ein großes Bauprojekt schreitet derweil sichtbar voran. Noch vor Weihnachten soll das Richtfest für die neue Dreifachturnhalle am Rögy erfolgen. Im Zuge der Barrierefreiheit wird die altehrwürdige Schule im kommenden Jahr zudem einen Aufzug erhalten.

Nach einem anderthalb jährigen Vorlauf schwärmten die Prüfer vier Tage lang im Rögy aus, schauten sich dabei fast 70 Prozent der Lehrer im Unterricht an, führten zahlreiche Gespräche mit Schülern, Eltern, Pädagogen, aber auch mit Sekretärinnen und Hausmeistern. Ihre statistische Auswertung beantwortete eine Frage: „Lebt die Schule auch, was sie von sich behauptet?“ (Lippert).

Das lässt sich tatsächlich aus dem Bericht ablesen: Die 25 Doppelplus beziehen sich hauptsächlich auf die Bereiche „Lehren und Lernen“, „Schulkultur“ und „Führung und Management“. Das Beratungskonzept sticht hervor, die individuelle Förderung außerhalb des Unterrichts, das Konzept gesunde Schule, das hervorragende Schulklima, die pädagogische Führung und die Kooperationen. Federführend nennt Lippert dabei die Zusammenarbeit in der Bildungslandschaft Lennep mit Haupt- und Realschule sowie mit dem Röntgen-Museum.

Altes Schulgebäude mit modernen Inhalten

Mit Stolz dürfen das 70-köpfige Kollegium und die 750 Schüler das Urteil aus Düsseldorf aufnehmen: „Die Schule präsentiert sich in einem alten, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude, mit aktuellen, modernen Konzepten. Gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen werden aktiv und qualifiziert aufgegriffen und in die Bildungs- und Erziehungsarbeit eingebracht.“

Die Prüfer loben das weitläufige Gelände mit mehreren Gebäuden, „das für eine positive pädagogische Atmosphäre sorge“. Die technische Ausstattung wird als modern und hochwertig eingestuft. Als Beispiel wird genannt, dass zahlreiche Unterrichtsräume mit interaktiven Smartboards ausgestattet seien.

Alle Schulen im Land werden regelmäßig bewertet. Für das Rögy war es das erste Mal. Als eine der letzten Schulen in Remscheid unterzog sie sich dem umfassenden Leistungstest. Schulleiter Matthias Lippert, gerade 50 Jahre alt geworden und seit sechs Jahren am Rögy, fiel ein Stein vom Herzen. Mit seinen Kollegen sieht er die Ergebnisse aber auch als Ansporn, nicht bei dem Erreichten zu verharren und Schwachstellen auszumerzen.

Verbesserungsbedarf gibt es zum Beispiel bei dem einzigen Minus: Als nicht erfüllt erkannten die Prüfer die systematische individuelle Förderung im Unterricht. Neben bestehenden Schwerpunkten wie den MINT-Fächern, kulturelle Bildung, Sprachen und Austauschprogrammen, sieht Matthias Lippert den Fokus für die Zukunft vornehmlich auf einem Aspekt: „Dem zeitgemäßen Umgang mit Medien im Schulleben und Unterricht“. Dazu zähle eine umfassende Medienaufklärung, die sich auch auf die Eltern beziehe.

QUALITÄTSANALYSE

SCHULGESETZ Die Qualitätsanalyse ist ein Instrument zur Sicherung und Entwicklung der Qualität von Schulen in NRW. Mit standardisierten Verfahren und Instrumenten gibt es (u.a.) Antworten zu: Wie lehren die Lehrkräfte, wie lernen Schüler? Wie leben und arbeiten die schulischen Gruppen zusammen? Wie führt die Schulleitung?

Qualitäts-Analyse

Freuen sich über die Ergebnisse der Qualitätsanalyse 2017 durch die Bezirksregierung in Düsseldorf: (von links) stellvertretender Schulleiter Thomas Benkert, Schulleiter Matthias Lippert und Schuldezernent Thomas Neuhaus. Foto: Doro Siewert