Rögy-Schulrockband fiebert Festival entgegen

Remscheid ist mit zehn Newcomern im „Kultshock“ dabei. Bars4Beats stehen erstmals vor einer Jury.

Schulrockband

Bars4Beats in der Aula des Röntgen-Gymnasiums: (v.l.) Leana Albrecht, Finn Diedrichs, Julius Jakobeit und Finn Brockmann freuen sich auf das Newcomer-Bandfestival. Foto © Roland Keusch

Zehn Remscheider Bands werden beim 4. Remscheider Newcomerband-Festival vertreten sein. Am 18. November erleben auch Bars4Beats im „Kultshock“ ihren ersten großen Auftritt. Die junge Schulband des Röntgen-Gymnasiums probt seit Schuljahresbeginn 2016/17 zusammen. Finn Brockmann (Gitarre), Julius Jakobeit (Schlagzeug) und Leana Albrecht (Gesang) besuchen die 9 a, Keyboarder Finn Diedrichs ist in der 9 c.

Dass das Rögy rockt, ist auch Mareike Kleinschnittger zu verdanken. Die Lehrerin für Latein und Musik erhielt zu Beginn ihrer Tätigkeit in Lennep im Februar 2016 den Auftrag, wieder eine Rockband-AG ins Leben zu rufen. Das Werben um Mitstreiter hatte Erfolg. Einmal die Woche trifft sich das Quartett mittwochs mittags in der Schule. Mittlerweile sind die Neuntklässler gut organisiert, sehen sich teilweise privat, um zusätzlich zu proben.

Bars4Beats nennen Green Day und White Stripes als prägende Einflüsse

„Bars4Beats sind sehr selbstständig und ehrgeizig“, beobachtet die Musikpädagogin. Noch wird gecovert, ein erster eigener Song steht im Rohbau. Beim Newcomer-Bandfestival setzen die Vier auf ihre Vorbilder, zu denen Green Day und die White Stripes zählen. Dementsprechend werden sie in ihrem kurzen Set von drei Liedern „Boulevard of broken dreams“ und „Seven Nation Army“ auf jeden Fall zum Besten geben.

Bars4Beats sind schulintern im Rögy aufgetreten und beim Kinder- und Jugendtag in Lennep. Auf einem Festival vor Juroren zu spielen, ist freilich eine andere Nummer. „Wir wollen eine gute Show abliefern und Spaß haben bei unserem Auftritt“, meint Finn Brockmann.

Mehrere Schritte weiter ist eine andere Band, die ebenfalls ihre Wurzeln am Rögy hat. Auch Acoustic Arts werden beim Festival dabei sein, zum vierten Mal. Seit Beginn ist die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Boygroup dabei. Erstmals ohne Steven Mathauschek, der sich auf seine Vorstandsarbeit im Rockprojekt Wuppertal (dem Ausrichter des Newcomer-Bandfestivals) konzentriert, und ohne Schlagzeuger Daniele Puccia. Ersatz bei Acoustic Arts ist teilweise gefunden. Gitarre spielt mit Marcel Mielczarek ein weiterer Rögy-Gymnasiast.

Aus Lennep stammt eine weitere Nachwuchsband. Apex waren schon 2016 beim Newcomerfestival dabei. Deren Sängerin Leonie Probierz ist ebenfalls am Rögy. Hinzu kommt mit Johanna Katterwe ein ehemaliges Rögy-Gewächs. Sie steht am Mikro bei Syvation. Das Quartett besucht verschiedene Schulen: Lucas, der Gitarrist, ist wie Schlagzeugerin Lisa-Maria an der Sophie-Scholl und Bassist Felix lernt auf der Albert-Schweitzer-Realschule. Das Kleeblatt liebt harte Gitarrenriffs, wummernde Bässe und orientiert sich an Vorbildern wie den Scorpions, Rise Against und Disturbed.

Insgesamt 16 Bands und drei Rapper wetteifern am 18. November ab 17 Uhr im „Kultshock“. Am 6. November (17 bis 19 Uhr) gibt es an der Spielstätte ein Vortreffen für die Beteiligten, wo das Rockprojekt Wuppertal die Spielregeln erklärt und Fragen beantwortet. Absolute Newcomer haben zehn Minuten Zeit, das Publikum zu überzeugen. „Bei Applaus darf noch ein Stück drangehängt werden“, kündigt Steven Mathauschek an. Erfahrenere Bands haben 15 Minuten zur Verfügung. Die drei Headliner No Signal, Grenzenlosfrei und Til legen 25 Minuten los.

Die Juroren werden Steven Mathauschek, Kalle Waldinger vom Rockprojekt sein sowie ein Vertreter von der Stadtsparkasse und „Die Welle“.

Wer als Teilnehmer jede Menge Karten verkauft hat, dem winkt die Teilnahme beim Schülerrockfestival in Wuppertal im Januar. Außerdem wird es Equipment-Gutscheine für den „Music Store“ in Köln geben sowie einen Kreativpreis für die beste Eigenkomposition, die mit einem Studioaufenthalt belohnt wird.

Quelle: rga-online vom 23.10.2017 / von Andreas Weber
Foto: © Roland Keusch