Das RöGy- Rucksackprojekt 2017 – Ein voller Erfolg!

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„65 vollständig ausgestattete Schulranzen!“ So lautet das Endergebnis des Rucksackprojektes am RöGy im Schuljahr 2016/2017. 65 Rucksäcke die mit allem ausgestattet wurden, was ein Schüler in Malawi für seinen Schulalltag braucht. Von Heften, Stiften, und einem Lineal bis hin zu einem Anspitzer, Federmäppchen und Radiergummi, von Sportschuhen, T-Shirt und kurzen Hosen oder Rock bis hin zu Handtuch, Seife und Zahnbürste, von einem kleinen Ball bis hin zum Löffel für die tägliche Schulmahlzeit - alles hat in die Rucksäcke gepasst, die sich in diesem Monat via Schiff auf den Weg nach Afrika machen.  

Ausgangspunkt für das Projekt war die Frage nach dem Leid in der Welt, die so berühmte „Theodizee-Frage“, die zu den Klassikern des Religionsunterrichts in der Oberstufe gehört. Am Ende der Unterrichtsreihe im Katholischen Relikurs der letztjährigen Q 1 stand die Herausforderung, was wir selbst tun könnten, um dem Leid in der Welt nach all der Theorie auch ganz praktisch zu begegnen. Die Idee, einen Schulranzen mit allen nötigen Utensilien zu packen, einem Kind in Malawi vielleicht das einzige Geschenk zu machen, das es jemals bekommt und damit daran Anteil zu haben, dass es Bildung erhält, fiel sofort auf fruchtbaren Boden. Der ganze Kurs zeigte spontane Bereitschaft, dieses schon seit mehreren Jahren stattfindende Rucksackprojekt der Hilfsorganisation „Mary’s Meal’s zu unterstützen. Schnell war aber auch klar, dass man dieses Projekt nicht nur im Kurs umsetzen, sondern auch andere Klassen dazu ermutigen könnte. So entwickelte sich eine gewisse Dynamik, an deren Ende die Idee stand, dass die „Q1er“ sowohl in ihren beiden Parallelkursen Evangelische Religionslehre, als auch in den 5. und 6. Klassen für dieses Projekt die Werbetrommel rühren würden.

Im Mai war es schließlich so weit. In mehreren Teams machten sich die Schüler auf den Weg in die unterschiedlichen Klassen und Kurse und stellten das Rucksackprojekt sowie auch alle technischen Details wie Sammlungstermine, und –orte vor. Ähnlich wie bei den „Großen“ war auch die Begeisterung bei den „Kleinen“ sofort da: „Können wir auch mit mehreren einen Rucksack packen?“ „Ja, natürlich.“ „Muss das ein neuer Rucksack sein?“ „Nein, du darfst deinen alten Schulranzen nehmen.“ „Und was ist, wenn man keinen Ball hat?“ „Dann fragst du, ob jemand vielleicht zwei hat.“

Ende Mai konnten alle Rucksäcke zunächst in der alten Hausmeisterwohnung und später im Schulkeller gesammelt werden. Nun waren alle Schultaschen noch auf Vollständigkeit zu kontrollieren, was wiederum einige Schüler des Relikurses der Q1 übernahmen. Am Tag des Abtransportes am 14. Juli standen 65 Schulranzen in Reih und Glied im Keller des Schulgebäudes und warteten auf ihre Verpackung. Insgesamt konnten alle Schulranzen immer zu sieben Stück in große Gewebesäcke gepackt und allesamt in einem PKW nach Nottuln zur zuständigen Spedition ins Münsterland gebracht werden. Dort stand der Spediteur Rede und Antwort und erläuterte die Einzelheiten des Transportes, seine Begeisterung für das Projekt und all die vielen Schulen, Gemeinden und Privatinitiativen, die hier in regelmäßigen Abständen ihre Rucksäcke abladen, um einen Beitrag zu leisten, das Leid in der Welt ein wenig zu lindern.

Die RöGy-Familie hat mit dem Mary’s Meal’s – Rucksackprojekt 2017 auch einen kleinen Teil dazu beigetragen und es wird nicht ohne Wirkung sein, wenn man sich die Bilder freudstrahlender Kinder im Internet anschaut (https://www.marysmeals.de/machen-sie-mit/aktionen-und-projekte-fur-schulen/das-rucksackprojekt). Daher gilt es an dieser Stelle ausdrücklich „Danke!“ zu sagen. Danke an alle Schüler, die ihre oftmals liebgewonnen Schulranzen gespendet haben, danke an alle Eltern, die ihren Kindern geholfen haben, die Rucksäcke mit allem Nötigen zu füllen, danke an den Hausmeister, der immer ansprechbar war, für die Lagerkapazität gesorgt hat und auch selbst mit angepackt hat, die Rucksäcke zu transportieren. Danke an alle Lehrer, die in ihren Stunden bereitwillig kostbare Unterrichtszeit zur Verfügung stellten, um die Projekte vorzustellen und auch mit Rat und Tat zur Seite standen, danke an die Schulleitung, die für das ganze Projekt stets ein offenes Ohr hatte und besonderen Dank schließlich auch an alle Schüler des Religionskurses katholische Religion der Q 1 (mittlerweile Q 2), die sich für das Projekt ins Zeug gelegt haben.

  1. Uphaus

Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25, 40)

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